Reportage
New York - Marathon 2005:
New
York City Marathon 2005 :
Das Salz in der Suppe
Eigentlich
kann man den 6. November 2005, meinen ersten Marathon, kaum in Worte fassen, es
war wirklich ein gigantisches Erlebnis. Um die Sache in Grenze zu halten, werde
ich mich auf den Renntag beschränken und versuchen zu beschreiben, was ich
erlebt habe, auch wenn es dem sicherlich nicht gerecht werden kann.
Der
Wecker hat mich recht früh, um 5:20 Uhr aus dem Schlaf gerissen, aber überraschenderweise
war ich relativ munter. Zum Frühstück gab's einen PowerBar-Riegel und
eine Banane. Kurz unter die Dusche, Laufsachen anziehen und dann ging es zum benachbarten
Meadowland Sports Complex, der sich auf New Jersey Seite befindet. Dort stehen
unter anderem das Football Stadion der New York Giants und die für amerikanische
Verhältnisse recht kleine Continental Airlines
Arena
der New Jersey Devils.
War recht kühl zu dieser frühen Morgenstunde
und ich war froh, noch ein altes T-Shirt und ein altes Sweatshirt über meinen
Laufklamotten anzuhaben. Die alten Sachen deswegen, um sich während der Wartezeit
warm zu halten. Kurz vor Start wirft man diese dann an den Straßenrand,
wo sie später gesammelt werden und an Bedürftige weitergegeben werden.
Deshalb mein trendy lila Sweatshirt. Gleich neben der Eishockey Arena standen
die Busse für den Transfer zum Startplatz bereit und teilweise sahen die
Läufer-Kollegen richtig lustig aus, weil sie noch ne alte Jeans über
ihrer Laufhose anhatten oder eine Ski-Jacke aus den 80ern anhatten. Die meisten
waren verständlicherweise ziemlich müde und so war es sehr ruhig während
der ca. 30 Minuten Bus Transfer nach Staten Island. Auf dem Weg dorthin veranstalten
die Fahrer wohl ein Bus-Rennen und unser hat sich einen Platz auf dem Podest sicherlich
gesichert.
Auf Staten Island angekommen orientieren sich die meisten Männer
erstmal in Richtung Bäume, um Wasser zu lassen. Ein paar Meter weiter stehen
dann die ersten, der vielen (aber dennoch zu wenigen) entzückenden Toiletten-Häuschen.
Bei uns auch als "toi-toi" oder Plumpsklo bekannt. Am Eingang wird man
grob kontrolliert, ob man auch nur die zulässige durchsichtige Plastik-Tasche
und seine Startnummer dabei hat. Vorbei geht es an einigen Uniformierten und deren
Spürhunden und ein freundlicher Anwohner, der vor seinem Haus im Campingstuhl
saß, wünschte allen viel Glück. Im Starterbereich werden den Läufern
Frühstück in Form von Kaffee, Bagel, Joghurt, PowerBar, Gatorade und
Wasser angeboten. Das volle Sponsorenprogramm eben. Jeder verbringt dann die Zeit
bis zum Start wie er das für richtig hält, manche liegen in einem alten
Schlafsack rum, andere lassen sich von der live Musik unterhalten, lesen Zeitung
oder machen schon die ersten Dehnübungen. Ich hab mir ein Bagel geholt und
meine Schuhe noch von sämtlichen Steinchen gesäubert. Eine Einwegkamera
hatte ich mir noch mitgenommen, so dass ich wenigstens ein paar Live-Fotos machen
konnte. 
Die
Wartezeiten vor den Toiletten schienen sich alle 15 Minuten zu potenzieren und
die Schlangen wurden endlos. Hab mich um 9 Uhr nochmals in die Schlange eingereiht
und konnte 40 Minuten später endlich Wasser lassen. Alles in allem verging
die Wartezeit bis zum Start aber recht flott und kurz vor 10 Uhr kam Bewegung
in die Menschenmasse. Hatte mich am Tag zuvor auf der Expo für das 4:00 Stunden
pace team registriert, wonach ich das Glück hatte, etwas weiter vorne in
der Nähe des pace leaders zu starten. Nach einem kurzen Fußmarsch stand
ich dann auf der Rampe zur Verrazano-Narrows Bridge, ein paar hundert Meter vor
der Startlinie. Nun flogen die letzten überflüssigen Klamotten links
und rechts über die Menge hinweg und einige Jungs und Mädels erleichterten
sich nochmals direkt auf der Rampe. Die Brückenpfeiler lagen noch im Nebel
und die über uns fliegenden Hubschrauber hat man eher gehört als gesehen.
Nach der Vorstellung der Topläufer und der obligatorischen Nationalhymne
eröffnete ein gewaltiger Kanonenschlag das Rennen, gefolgt vom Frank Sinatra
Klassiker "New York, New York". Partystimmung, alle Läufer stimmten
mit ein - Gänsehaut feeling.
Zwei Minuten und 20 Sekunden nach dem Startschuss
überquerte auch ich die Ziellinie und aktivierte meine Uhr, mein erster Marathon
hatte begonnen. Ganz schön hektisch zu Beginn, erhöhte Sturzgefahr durch
liegen gebliebene Kleidungsstücke und starkem Gedränge. Verzweifelt
habe ich versucht, bei meinem pace leader John zu bleiben, was mir nicht immer
gelang. Man läuft auf, berührt sich und muss sich unheimlich konzentrieren.
Dadurch ergeben sich sehr viele Tempowechsel, der Puls ist viel zu hoch, aber
wenigstens realisiert man die starke Steigung der Brücke nicht sonderlich.
Und so erreicht man das erste Meilen-Schild recht flott Diese Markierungen sind
jede Meile mit Zeitanzeige (Bruttozeit) aufgestellt, alle 5km stehen Kilometer-Schilder.
Da ich mich aber an die Meilen hier gewöhnt habe und mein Armband mit den
Zwischenzeiten auch auf Meilen ausgelegt war, habe ich mich fast ausschließlich
an den Meilen-Schildern orientiert. 26 Meilen hören sich schließlich
auch besser an, als 42 Kilometer.
Hinter der Verrazano-Narrows Brücke
warten zwei, drei engere Stellen und vor allem in den Kurven wird es ziemlich
kuschelig. Das Publikum ist von der ersten Metern nach der Brücke unglaublich
und viele schreien sich die Seele aus dem Leib, jede Menge Bands spielen am Straßenrand
den gesamten Rennverlauf hinweg. In der Bronx sind es eher die Hip Hop Jungs,
ansonsten Rock, Reggae, Punk - einfach alles. Jede Meile gibt es einen Wasserstand,
alle 2 Meilen zusätzlich noch Gatorade.
Ich war immer noch dabei, so
gut wie möglich John nicht aus den Augen zu verlieren, als wir in Brooklyn
einliefen. Endlich wurde die Strasse etwas breiter, übersichtlicher und flacher.
Der Puls war immer noch an der Decke, was mir nicht viel Zuversicht schenkte,
vielleicht war es aber auch das viele Adrenalin oder die Nervosität. Die
ersten Meilen kann ich im Nachhinein schlecht einschätzen, da ich schwer
damit beschäftigt war, dem pace leader zu folgen. Hatte mich, mehr oder weniger
zu diesem frühen Zeitpunkt damit abgefunden die 4 Stunden nicht zu packen,
da das Rennen bis dahin schon ziemlich Kraft raubend war. Ebenfalls hatte ich
so meine Probleme bei den ersten Getränkeaufnahmen, so was kann man in der
Vorbereitung nur bedingt trainieren. Aus einer Flasche zu trinken ist um einiges
einfacher, als aus einem Pappbecher. Habe die ersten zwei bis dreimal mehr Flüssigkeit
über mich gekippt (Nase, Augen, Shirt, etc.) als getrunken, da ich das Tempo
dabei nicht verringert habe. Bei der Beobachtung meiner Mitstreiter hab ich bemerkt,
dass diese entweder eine kurz Laufphase einlegten, um zu trinken oder den Becher
stark zusammendrückten, um bei gleichem Tempo weiterzulaufen. Die zweite
Variante hat dann prima funktioniert für die restlichen Kilometer.
So
ab Meile 4 habe ich versucht, mich auf mich selbst zu konzentrieren und bin dabei
John etwas entflohen. Irgendwo vor Meile 8 hat mich ein Herr hinter mir auf Englisch
angesprochen, wie ich in der Zeit liege, weil ich das pace team 4:00 Std. Schild
auf dem Rücken getragen habe. Hab ihm dann erzählt, dass mein pace leader
derzeit hinter mir liegt und nach weiterer Unterhaltung haben wir bemerkt, dass
wir beide aus Deutschland kommen. Toni ist knapp über 50 und Sportarzt in
Heidelberg, hat ebenfalls eine zeitlang in Philadelphia gelebt (Medizin Studium)
und war mit der Herbert Steffny Reisegruppe in NY. Wir hatten das gleiche Traum-Zeit-Ziel
und haben deshalb beschlossen, vorerst zusammen zu laufen. Wir haben uns prima
unterhalten und er hat mir viel von meiner Unerfahrenheits-Nervosität genommen,
indem er meinen Laufstil als frisch und ökonomisch gelobt hat. Fühlte
mich immer noch sehr gut als wir gen Halbmarathon Marke liefen, die wir dann bei
1:56:59 überquerten.
Über
die leicht ansteigende Pulaski Bridge ging es rein nach Queens, einer von 2 eher
kurvigen Stadtteilen (insgesamt sind es 5 Stadtteile: Staten Island, Brooklyn,
Queens, Manhattan, Bronx). Tipp von Toni lautete "Kurven schneiden, denn
jeder Meter zählt!" und deswegen waren wir voll auf Ideallinie aus.
Hierbei versteht man die Problematik die beispielsweise auch Radfahrer bei der
Tour haben am eigenen Leibe - bloß nicht stürzen heißt die Devise.
Abwasserdeckel, Straßenbelagsschäden und Bordsteine sind potentielle
Gefahren. Eines der schwierigsten Teilstücke war mal wieder eine Brücke.
Die Queensboro Bridge führt von Queens nach Manhattan und steigt kontinuierlich
bis auf 100 feet an, ist relativ schmal und die ersten Läufer bleiben mit
Krämpfen stehen. Die Brücke bietet einen fantastischen Blick auf das
bevorstehende Manhattan. Toni hängte sich an mich ran und wir behielten unsere
Geschwindigkeit und überholten eine ganz Reihe an Läufern.
Die Zuschauer-Anzahl
war bis dahin schon unglaublich, aber was sich direkt nach der Brücke darbietet
ist nahezu unbeschreiblich - ein Inferno! Um eine Spitzkehre (59th street) herum
stehen die Zuschauer jubelnd in mehreren Reihen feuern einen gnadenlos an, unter
einer Unterführung durch und man steht plötzlich auf der 1st Avenue
mitten in Manhattan. Das zu beschreiben ist wirklich mission impossible!
Die
Stimmung auf der 1st Avenue ist der absolute Wahnsinn. Die Straße ist super
breit, jede Menge Zuschauer auf beiden Seiten und man sieht die endlosen Läufer
vor sich. Ohne den umwerfenden Jubel um einen herum, wäre es wohl ziemlich
schwer geworden, da die ca. 3 Meilen schnurgeradeaus verlaufen und man kein Ende
sieht. Auf diesem Streckenteil habe ich dann auch zum ersten Mal meine Füße,
insbesondere die Oberschenkel-Muskulatur intensiver gespürt. Bei Meile 18
befindet sich die PowerGel Zone, um nochmals etwas Kraft zu tanken. Ich hatte
schon während des Rennverlaufs die klebrige Masse mehrfach zu mir genommen,
wobei ich absolut keine Erfahrung damit hatte. Man soll scheinbar alle 5 Kilometer
(bis Kilometer 30) das Gel zu sich nehmen, um dem "Mann mit dem Hammer"
oder "der Wand" nicht zu begegnen. Es gibt eben verschiedene Tipps und
Ratschläge von Läufern und jeder schwört auf etwas anderes. Hier
muss jeder selbst experimentieren. Habe zu Beginn 5 der recht kleinen Päckchen
in die Tasche hinten an meiner Hose gestopft, was mich dann auch dementsprechend
genervt hat, da das Zeug bei jedem Schritt wild rumgehüpft ist. Zu mir genommen
habe ich es jedoch eher situativ, je nach Getränke-Station, da das Ganze
schon eine klebrige Sache ist und man es mit Wasser wesentlich besser herunter
bekommt. Nachdem ich die ersten beiden sehr zügig verschlungen habe, meldete
sich mein Magen sofort mit etwas Schmerzen, so dass ich dann versucht habe, alle
weiteren PowerGel's langsamer zu "genießen". Kurz vor Meile 20
ging es aus Manhattan über die Willis Avenue Bridge in den Stadtteil Bronx.
Die Brücken waren für mich fast allesamt die schwierigeren Passagen,
da diese erstmal ansteigen. Direkt auf der Brücke wurden wir noch von einer
Handvoll Schotten mit Dudelsäcken begrüßt und dann ging es in
die wenig spektakuläre South-Bronx, wo unter anderem auch das Stadion der
New York Yankees steht. Aber nach fast genau einer Meile schon wieder eine Brücke
(Madison Avenue Bridge), die uns wieder nach Manhattan bzw. East Harlem geführt
(Fifth Avenue) hat. Erschreckenderweise hab ich irgendwo zu dem Zeitpunkt festgestellt,
dass ich sehr viel Salz verloren habe, da meine beiden Oberschenkel fast weiß
waren. So schlimm es ist, zu wenig zu trinken während des Rennens, so schlimm
ist es auch, zu viel zu trinken, da der Körper dann vermehrt Salz über
die Flüssigkeit ausscheidet. Man nennt dies overhydrating, was zu Hyponatremia
(low blood sodium) führen kann. Dies wiederum kann über verschiedene
Stufen zu Müdigkeit, Erschöpfung, Koma und letztlich Tod führen
kann. Hatte natürlich nicht gleich an Koma gedacht, aber ich habe die Flüssigkeitszufuhr
etwas reduziert, um nicht noch mehr Salz auszuscheiden. Ebenfalls wurden die Beine
immer schwerer und zum ersten Mal im Rennen habe
ich
begonnen zu viel nachzudenken. Wie das eben ist, werden die Meilen zu Ewigkeiten
und ich habe immer sehnsüchtiger die Meilenschilder erwartet. Die Muskeln
schmerzten immer mehr und die Meilen 22, 23 und 24 waren absolut Hölle. Zwischendurch
mit ein paar Hochs, waren sie größtenteils durch Zähne zusammen
beißen geprägt. So sind mir das erste Mal, nach über 3 Stunden
Gedanken durch den Kopf geschossen, das Tempo zu verringern, oder eine kurze Gehpause
einzulegen, was wirklich viele in diesem Streckenabschnitt machen.
Man sehnt
sich nach dem Central Park und versucht den kleinen Teufel auf der Schulter zu
ignorieren, die persönlichen Anfeuerungen der Zuschauer benötigt man
nun mehr denn je. Wo ich im bisherigen Streckenabschnitt auch viel Führungsarbeit
für Toni und mich gemacht hatte, war ich nun sehr froh, mich an ihn zu hängen.
Immer noch waren wir sehr gut in der Zeit und unter dem 4 Stunden Zeitziel.
Bei
der Ankunft im Central Park stieg die Zuschauerzahl wieder um einiges an und wir
wurden frenetisch empfangen. Hab mir während des gesamten Laufes immer wieder
eingeredet, wenn du im Central Park bist, hast du es fast geschafft. Der Streckenteil
hat es jedoch absolut in sich, sehr hügelig und wer meint, dass er in einem
Park automatisch auf schönen Naturpfaden läuft, der muss sich schnell
klar werden, dass es der Central Park in New York ist und die Straßenbelag
unverändert geteert bleibt. Das Meile 25 Schild, war wohl das Schild, welches
ich mir am sehnlichsten herbeigewünscht habe, ich rechnete jeden Moment mit
einem Krampf. Hier war ich absolut am Limit angelangt und soweit hatte ich meinen
Körper in den vergangenen 25 Jahren noch nie getrieben. Vermehrt laufen Leute
auf der Seite, halten sich das Knie, versuchen die Krämpfe zu dehnen oder
werden sogar ärztlich versorgt. Endlich das Meile 25 Schild ist in Sicht,
man war ich froh, jetzt nur noch circa 2 Kilometer bis ins Ziel. Mir kam dann
der Einfall, mehr am Straßenrand zu laufen, um die Zuschauerzurufe zu nutzen
und das war die beste Entscheidung, die ich zu dem Zeitpunkt machen konnte. Ich
bekam fast durchweg persönliche Anfeuerungsanrufe. Wahnsinnig, wenn man so
angefeuert wird, man denjenigen dann anschaut und man merkt, der meint das wirklich
ernst. Das hat mir den vollen Adrenalinschub gegeben und die allerletzten Reserven
mobilisiert. Die Zuschauer werden unüberschaubar und ich nahm alle "Go
Dennis!", "Good job, Dennis!", "You will do it!" Rufe
auf wie ein Schwamm. Habe mit Toni zusammen das Tempo ein letztes mal verschärft,
meine Einweg-Kamera, die ich während der ganzen Zeit in der Hand gehalten
hatte in die Hose gesteckt und schon 800 Meter vor dem Ziel die Hände hochgerissen.
Bin so fast bis zum Ziel gelaufen, bis zum letzten Anstieg, das Ziel und die Tribünen
schon Blick. Der Rest war einfach nur herrlich, die letzten Schritte, der Jubel
die Ziellinie, scheiße war ich happy. Die letzte Meile war wirklich die
einfachste von allen, doch Toni hatte ich bei dem vielen Verkehr leider aus den
Augen verloren. 
Noch
im Glücksrausch gab es Medaille und Finisher Photo und danach stellten sich
der Schmerz und die Erschöpfung ein, was ziemlich heftig war. Ich wollte
mich einfach nur noch hinlegen, doch dazu bekommt man erst gar nicht die Möglichkeit,
man wird unaufhörlich dazu animiert weiterzulaufen, damit weiterhin genügend
Blut in alle Körperteile gepumpt wird. Ich wusste ja schon vor dem Rennen,
dass es beabsichtigt ist, die Läufer nach dem Marathon ohne eine Pause weitere
20 Minuten am laufen zu halten, aber dass es so schlimm sein wird, hatte ich mir
nicht gedacht. Jeder Läufer bekam eine Aludecke (um warm zu bleiben), Getränke
und etwas Nahrung. Aber was ich am meisten brauchte, bekam ich endlich bei einer
netten Damen vom medical staff' - ein Tütchen Salz. Pur leckt man sich
das von Hand und spült es mit Wasser runter. Fünfzig Meter gleich noch
mal eine Tütchen voll. Auch so eine Erfahrung, mit der ich absolut nicht
gerechnet habe, dass ich im Ziel am gierigsten auf Salz bin. Mein Körper
kühlte extrem schnell runter und obwohl die Temperaturen warm waren und ich
die Alu Decke hatte, begann ich am Körper zu zittern, bestimmt volle 15 Minute.
Wollte nur noch aus meinen Sachen raus, damit das Zähneklappern aufhört.
Habe dann schnell meine Sachen bei meinen UPS Wagen abgeholt und bin Richtung
Family Reunion gelatscht. Jede Menge glücklicher Gesichter, stolzer Kinder,
Ehemännern, Ehefrauen, Geschwister, etc. Jede Menge Glücksgefühle
in der Luft. Was mich ebenfalls total überrascht hat, dass ich erst ne gute
Stunde nach dem Rennen das erste Mal den Drang verspürt habe, Wasser lassen
zu müssen. 
Ist
ernsthaft sehr schwer das Erlebnis in Worte zu packen, hoffe jedoch es allen Interessierten
etwas näher gebracht zu haben. Alles in allem ein grandioses Ergebnis, für
welches sich die vielen Trainingsstunden absolut gelohnt haben.
Autor:
© Dennis Gmeiner
Am Rebberg 11
77728 Oppenau
Für
weitere Infos:
dennis.gmeiner@web.de
Fotos:
©
Wolfgang (Bobby) Brox
© Antonius Hesse (Toni)
MARATHON
STATISTIK
Zeiten
Offizielle Zeit 3:57:01
Netto Zeit 3:54:41
10 km Zeit 0:56:59
Halbmarathon
Zeit 1:56:59
20 Meilen Zeit 2:59:20
Pace per mile (min/mile) 8:57
Pace
per km (min/km) 5:34
Gewinnerzeit 2:09:29 Paul Tergat, Kenia, 36 Jahre, Weltrekordler
mit 2:04:55 Berlin Marathon 2003
Platzierungen
- NY City Marathon 2005
7.486 von ca. 37.500
- alle männlichen Läufer 6.141
- Alterskl.
20-29 815 von 2980
- Alterskl. 20-29, männlich, Dtschld. 24 von 81