Reportagen und Erfahrungsberichte von Sportlern des Lauftreff Rhein-Neckar

Impressionen einer herbstlichen Radtour:

"Gedanken aus der Badewanne"

Ich erreichte HD gegen 17.30 Uhr und war total fertig, legte mich bis eben in
die Badewanne und hatte dort die Idee zu dem nachfolgenden Beitrag.

Durch die in herbstliches Sonnenlicht getauchten Hänge und Hügel des Kraichgau von Heidelberg in die "Melanchthon Stadt Bretten" und zurück. Noch lange nicht als Saisonabschlussfahrt geplant, aber wieder als gemeinschaftlichen Ausflug, hat der "Lauftreff Rhein-Neckar" am Sonntag, den 30.09.2007 zu einem Fahrradausflugnach Bretten und zurück eingeladen. Gestartet wurde bei Martin Boeckh in Gaiberg um 10.00 Uhr. Ich selbst startete bereits um 9.25 Uhr in der HD Weststadt und fuhr über den "Johannes Hoopsweg" - den HeidelbergMan-Triathleten bekannter Anstieg - und den unteren St.Nikolausweg nach Gaiberg, wo ich um 10 Uhr schon ziemlich in Anspruch genommen ankam. Es sind
etwa 400 Höhenmeter zu überwinden.
Wir fuhren dann los über Gauangelloch, Schatthausen, Dielheim, Mühlhausen
und Östringen Richtung Bretten. In einem der Dörfer haben wir uns gegenseitig abgehängt. Weil ich bei den Anstiegen immer zurückblieb, war mein Ehrgeiz darauf gerichtet, in steilen Schussfahrten in die Täler hinab, die anderen zu überholen.
Also, an irgendeiner Stelle habe ich die richtige Kreuzung verpasst und das
Peloton teilte sich. Die, die richtig fuhren und die, die mir folgten. Trotzdem und dank Funktelefon fanden wir wieder zusammen, aber ich war beim Einlaufen in Bretten so erschöpft, dass ich eigentlich mit dem Zug zurückfahren wollte.
Vor dem Rathhaus in Bretten, das mit der daneben stehenden Kirche an
Melanchthon erinnerte, den man in einem Atemzuge mit "Erasmus von Rotterdam" nennen muss, sind wir in einer netten Gaststätte eingekehrt. Nach zwei "Radlern" und einem leckeren Salat kehrten meine Lebensgeister zurück; die Idee mit dem Zug zurück zu fahren
wurde aufgegeben. Ich versuchte, meine Mitradler zu einer flachen Rückfahrt zu verleiten, über Bruchsal und Ubstadt Weiher, was die ablehnten:"zu verkehrsreich".
Also ging es fast die gleiche Strecke zurück. Gestärkt von Speis und Trank konnte ich gut mithalten, es rächte sich aber wieder, zu wenig Getränke dabei zu haben. Ich musste schnorren, aber, Radlerehre, alle gaben mir bereitwillig ab.
Nach einem wunderschönen Fahrradtag und vielen tollen Blicken über Kraichgau
und Schwatzwald bis zur Hornisgrinde trennten wir uns in Mühlhausen, weil ich nicht mehr die Höhenmeter über Gauangeloch, Gaiberg und Drei Linden fressen wollte. Ich hatte mir vorgenommen, über Wiesloch zurückzuradeln und in Wiesloch den Bus zu nehmen. In Wiesloch angekommen, war kein Bus zur Stelle also neue Idee: Hoch bis zur
Abzweigung nach Nussloch und dann runter bis Leimen rollen und dort in die Straßenbahn.
Das lange Abwärtsfahren hat mich aber entspannt und dann radelte ich doch bis HD zurück. Bei meinem Lieblings Döner aß ich eine Lachmacun und trank Cola Light und war schnell wieder so hergestellt, dass ich nun diesen Beitrag schreiben kann.
Fazit: Auf langen Radstrecken viel Wasser und was zu Essen dabei haben. Weitere Feststellung: Der Kraichgau im Herbst ist so schön, dass wir gar nicht genug davon haben können.

AUTOR: © Werner Bornemann-von Loeben
E-Mail: bornemann@kanzlei-bornemann.de

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